Impulse für mehr soziale Gerechtigkeit

In einem dreijährigen Dialogprozess mit vielen Gesprächen und Veranstaltungen zum Thema "Impulse für mehr soziale Gerechtigkeit" erreichte die Bischöfliche Kommission "Kirche und Arbeiterschaft" auf den unterschiedlichen Ebenen über 1000 Menschen. In der kleinen Broschüre "Impulse für mehr soziale Gerechtigkeit - Ergebnisse und Weiterarbeit" sind der Prozess und die Forderungen dokumentiert.

Die Broschüre kann bei Vanessa Leuer, Tel. 0241/452-382, E-Mail: vanessa.leuer@bistum-aachen.de bestellt werden.

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Bischofswort zum Dialog-Papier

Nach fast drei Jahren inhaltlicher Befassung mit dem Dialogpapier der Bischöflichen Kommission "Kirche und Arbeiterschaft" liegt nun das neue Dokument "Impulse für mehr soziale Gerechtigkeit - Ergebnisse und Weiterarbeit" vor. Bei den vielen Veranstaltungen zu den Inhalten des Impulspapiers wurden auf den unterschiedlichen Ebenen des Bistums über tausend Menschen erreicht.

Das dadurch weiterentwickelte neue Papier gibt viele Denkanstöße und will zur Weiterarbeit anregen. Ich unterstütze die Arbeit der Kommission. Ein sozialer Dialog in unserem Bistum ist gewollt und notwendig. Ich ermutige die Akteure, ihre Positionen für mehr soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit offensiv in die politische, gesellschaftliche und innerkirchliche Debatte  einzubringen. Es muss darum gehen, die im Papier beschriebenen gesellschaftlichen Spaltungen und Ausgrenzungen zu überwinden. Bei verschiedenen Begegnungen, Gesprächen und Veranstaltungen in den vergangenen Jahren habe ich die Banken-, Finanz- und Wirtschaftskrise angesprochen und dafür geworben, diese Krisenzeit nicht für "ein weiter so wie bisher" zu nutzen, sondern neu darüber nachzudenken, wie die Wirtschaft nachhaltig und gemeinwohlorientiert gestaltet werden kann. Die Krise signalisiert meines Erachtens einen hohen Bedarf europäischen und weltweiten Handelns mit einer klaren Orientierung am Gemeinwohl.

Die Wiedereingliederung von langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt und ihre gesellschaftliche Teilhabe war und ist mir ein wichtiges Anliegen. Bei unterschiedlichen Anlässen habe ich hierauf immer wieder hingewiesen. Als ein solidarisches Zeichen des Bistums mit arbeitslosen Menschen haben wir für unser Bistum entschieden, die Solidaritätskollekte ab 2013 zur verpflichtenden Kollekte zu machen.

Angeregt von der Deutschen Bischofskonferenz lade ich in Abstimmung mit den diözesanen Räten zum Dialogprozess im Bistum Aachen ein. Auch hier ist eine Plattform, um die inhaltlichen Anliegen und die Erfahrungen der Kommission mit einzubringen. Weiterhin gilt die Einladung zur Relecture der Konzilstexte und der Texte der Würzburger Synode und in diesem Zusammenhang besonders das Synodendokument "Kirche und Arbeiterschaft".

Ich danke der Kommission für Ihre vorgelegte Arbeit und freue mich auf weitere interessante Ideen, Anregungen und Beiträge und von vielen inner- und außerhalb unseres Bistums.

Ihr

Bischof von Aachen

+ Heinrich Mussinghoff